Richtfest der neuen Wohnanlage

an der Romy-Schneider-Straße

Vorausschauend und bedarfsorientiert

Mit dem Bau der neuen Wohnanlage an der Romy-Schneider-Straße in Ingolstadt verfolgen die Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH weiterhin und konsequent das Ziel dem Bedarf an Wohn- und Arbeitsplätzen für Menschen mit einer Behinderung in unserer Region  heute und auch morgen gerecht zu werden.

„Wir erwarten in den nächsten Jahren eine wachsende Nachfrage von über 80 weiteren Wohnplätzen für Menschen mit einer Behinderung. Mit dem Bau der neuen Wohnanlage wollen wir vorausschauend und am Bedarf orientiert handeln“, so Peter Koch, Geschäftsführer der Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH.

Die Lebenshilfe wird dabei aber nicht nur quantitativ den Bedarf decken, sondern auch qualitativ ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Wohnformen anbieten. Mit dem Neubau werden zusätzlich 28 Plätze für das Ambulant betreute Wohnen in einzelnen Apartments entstehen, bei dem die Bewohner die Wohnungen selbst anmieten, und 24 Menschen werden mit Förderung des Bezirk Oberbayerns in der neuen Besonderen Wohnform in drei Wohngruppen rollstuhl- als auch behindertengerechte Wohnplätze vorfinden. Den kurzfristigen Bedarf an Wohnplätzen wird die Lebenshilfe durch bereits eingeleitete Maßnahmen decken.

Für die Gestaltung des vierstöckigen Gebäudes zeichnet sich das beauftragte Architektur-büro „eap-Architekten“ aus München verantwortlich. Die Architektinnen Michaela Ausfelder und Ruth Wegener haben neben ansprechenden Zimmeraufteilungen und einer schönen Außenfassade auch einen Garten und Lichtinnenhöfe in ihrem Entwurf gelungen integriert. Neben den Wohnplätzen bietet die neue Wohnstätte eine hauseigene Wäscherei und eine Cafeteria als Ort der Begegnung.

„Die Lage der neuen Wohnanlage ist ideal und unterstützt die Teilhabe unserer Bewohner am Leben in der Gesellschaft“, so Dr. Gerhard Preisler, der Vorsitzende der Lebenshilfe. In unmittelbarer Nähe gibt es Einkaufsmöglichkeiten, der Klenze-Park bietet Raum für erholsame Spaziergänge und die Saturn-Arena mit ihren vielfältigen, sportlich-kulturellen Veranstaltungen ist nur wenige Meter entfernt. Mit den Bussen der INVG können die Bewohner die Innenstadt in acht Minuten erreichen.

Ziel der Baumaßnahme - Insgesamt 52 neue Wohnplätze:

- 28 Plätze für das Ambulant begleitete Wohnen, die Einzimmerwohnungen im ABW werden eine Größe von 37-45 m² aufweisen und die vier Zweizimmerwohnungen haben eine Größe von je 68 m².
- 24 Plätze in Wohngruppen für Menschen mit einem höheren Betreuungsbedarf. In diesen drei Wohngruppen werden jeweils acht Wohnplätze sowohl rollstuhl- als auch behindertengerecht ausgestattet.

Gesamtbaukosten:    13,6 Mio. EUR
Bauzeit: Februar 2019 (Spatenstich 25. Februar 2019) – 1. Halbjahr 2021
Grundstücksfläche:    2.500 m²  
Wohnfläche gesamt (Wohnungen und Wohngruppen): 2.504,85 m²
Architekturbüro: eap-Architekten, Kreittmayrstraße 105, 80335 München, www.eap-architekten.de
Staatliche Förderung: Das Bauvorhaben wird aus Mitteln der Wohnungsbauförderung der Regierung von Oberbayern sowie aus Mitteln des Landesbehindertenplans des Bayerischen Ministeriums für Familie, Arbeit und Soziales mit insgesamt 6 Mio. EUR Darlehen und rund 2 Mio. EUR Zuschuss gefördert.

Informationen zu den Lebenshilfe Werkstätten mit dem Bereich Wohnen:
Die Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH betreuen derzeit 930 Menschen mit einer Behinderung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der gesamten Region 10 finden hier Arbeit, ein soziales Miteinander sowie zahlreiche Möglichkeiten sich fachlich und persönlich weiter zu entwickeln.

Das Betreuungsangebot der Lebenshilfe umfasst Werk- und Förderstätten in Ingolstadt, Gaimersheim und Neuburg/Donau, eine Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Behinderung in Ingolstadt, den HAND-IN-HAND-LADEN in der Theresienstraße, eine Reittherapie- und Begegnungsstätte auf Gut Aufeld in Hagau, ein Lern- und Ausbildungszentrum, das LieblingsCafé in der Goethestraße, Cafeteriaangebote in der Grund- und Mittelschule in Neuburg sowie im Gymnasium Gaimersheim, einzelbetreute Außenarbeitsplätze und Angebote der Offenen Hilfen.

Die Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH sind zudem Träger von mehreren Wohnstätten mit differenzierten Wohnformen für derzeit rund 200 Bewohner/innen. Neben der Dr. Wilhelm-Reissmüller-Wohnstätte in der Richard-Strauss-Straße, gibt es Außenwohngruppen Am Augraben, in der Clara-Wieck-Straße, in der Peisserstraße, in der Permoserstraße und auf Gut Aufeld. Die Wohnstätte in der Blücherstraße wurde im 2. Halbjahr 2019 bezogen. In dieser Wohnstätte wohnen Menschen mit einem höheren Unterstützungsbedarf.

Bewohner/innen im Ambulant begleiteten Wohnen werden in angemieteten oder eigenen Wohnungen beim selbständigen Wohnen assistiert. Beim Angebot des Betreuten Wohnens in Familien werden die Bewohner/innen in Familien unterstützt, die diese Menschen mit einer Behinderung bei sich in der eigenen Familie mit aufnehmen.

Bei allen Wohnangeboten werden erwachsene Menschen mit einer Behinderung auf ihrem Weg zu Selbstbestimmung und Selbstverantwortung unterstützt und begleitet. Durch die Weiterentwicklung der Persönlichkeit wird die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft gefördert.

Die Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH werden von dem alleinigen Gesellschafter des Vereins für Behinderte der Region 10 e.V. getragen. Daher sind der Aufsichtsrat der GmbH und der Vorstand des Vereins personengleich besetzt.


Personen:
Aufsichtsratsvorsitzender und Vereinsvorsitzender Dr. Gerhard Preisler.
Geschäftsführer der GmbH Peter Koch. Walter Hahn Leiter für den Bereich „Wohnen“.

nach oben